BI A10 Nord

Birkenwerder und Hohen Neuendorf gegen Lärm

Neubau der 380 kV-Stromleitung - Informationsveranstaltung am 28. Februar

Allgemein

  VonRedaktionam  

Bis zum 14. Februar lag im Zuge des bereits 2014 begonnenen Planfeststellungsverfahrens zum Neubau der 380 kV-Stromleitung die 1. Planungsänderung aus. Ziel der Planungsänderung ist eine Erhöhung der geplanten Masten, die laut gut unterrichteten Kreisen um zusätzlich ca. 20 m auf bis zu 82 m erhöht werden sollen.

Gleichzeitig soll die bereits bestehende 110 /220 kV-Trasse auf dem Gebiet der Gemeinde Birkenwerder und der Stadt Hohen Neuendorf um einige Meter nach Norden verschoben werden. In der Folge droht zusätzlich zu den aktuellen Abholzungen aufgrund des Autobahnbaus ein weiterer Rodungsstreifen von mehr als der Breite eines Fußballfelds für die neue Freileitung sowie eine nach 26. BImSchV rechtswidrige Überspannung von Wohn- und Wochenendhäusern mit einer 380 kV-Höchstspannungsleitung.

Die bereits bestehende Belastung von Landschaft und Ortsbild durch die aktuellen Infrastrukturmaßnahmen wird ausgeweitet, die Emissionen steigen und beiden Gemeinden geht dadurch erheblicher Siedlungsraum verloren. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf die Attraktivität der Kommunen, sondern trägt auch erheblich zur Wertminderung der mittelbar und unmittelbar betroffenen Grundstücke bei. Zu den bereits jetzt betroffenen fast 100 Anwohnern, die von der 110/220 kV-Leitung in ihren Gebäuden überspannt werden, kommen dann noch etliche Betroffene hinzu.

Erdverkabelung - der Osten zahlt für den Westen

Die Gemeinde Birkenwerder hat die Gutachter beauftragt, die bereits für die „Uckermarkleitung“ tätig waren. Ihr Urteil fiel entsprechend niederschmetternd aus: „Solch eine Maßnahme ist mir seit mehr als 30 Jahren nicht mehr vorgelegt worden.“ Der Osten zahle für die Erdverkabelungen im Westen, habe aber selber überhaupt nichts davon, so die Aussage der Experten. Im Zusammenhang mit dem Ausbau der Autobahn besteht jetzt die einmalige Gelegenheit, eine zukunftsorientierte, innovative und für alle Betroffenen einvernehmliche Lösung zu realisieren.

Wenn wir zukünftig Birkenwerder „grün erleben“ und Hohen Neuendorf weiter als „grüne Wohlfühlstadt“ sehen wollen, müssen wir uns gemeinsam gegen diesen Infrastrukturwahnsinn wehren. Dazu sind alle Betroffenen aufgefordert, ihre Sicht auf diese Maßnahme in einer Stellungnahme bis zum 14. März 2018 im Rathaus Birkenwerder oder bei der Rathausaußenstelle in Hohen Neuendorf oder beim Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe (LBGR) in Cottbus einzureichen. Wie immer zu diesen Anlässen steht die Bürgerinitiative A10-Nord (BI) unterstützend zur Verfügung.

Dazu ist, gemeinsam mit der Verwaltung und dem Rechtsanwalt Sommer, am 28. Februar 2018 ab 19:00 Uhr eine Informationsveranstaltung in der Aula der Pestalozzi-Grundschule in Birkenwerder geplant.

Für weitere Informationen trifft sich die BI regelmäßig am vierten (!) Mittwoch des Monats ab 19:30 Uhr in Gasthaus am Boddensee in Birkenwerder.

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